Monday, 20th May 2019
20 Mai 2019

Vorsitz der Atlantik-Brücke: Sigmar Gabriel soll Friedrich Merz beerben

Friedrich Merz (l.) hört nach zehn Jahren als Chef der Atlantik-Brücke auf: Sein Nachfolger könnte Sigmar Gabriel (r.) werden. (Quelle: dpa)

Friedrich Merz macht Schluss: Der frühere Unions-Fraktionschef hört als Chef der Atlantik Brücke auf. Es gibt bereits Kandidaten für die Nachfolge, darunter ist auch ein ehemaliger SPD-Vorsitzender.

Der renommierte Verein Atlantik-Brücke bekommt einen neuen Vorsitzenden. Der frühere Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) will nach zehn Jahren an der Spitze sein Amt abgeben, bestätigten Kreise in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Als Nachfolger habe sich der Vorstand des Vereins auf den ehemaligen SPD-Chef und Außenminister Sigmar Gabriel verständigt. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Personalien berichtet.

Auch die beiden Stellvertreter, die frühere Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) und Burkhard Schwenker wollten demnach aus ihren Ämtern scheiden. Nachfolger sollen der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), und der Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, werden.
 

 
Gabriel schrieb dazu lediglich auf Twitter: „Ich fühle mich durch die Anfrage der Atlantikbrücke sehr geehrt. Ich bitte aber um Verständnis dafür, dass es darüber jetzt erst einmal Gespräche geben wird.“ Der Vorstand der Atlantik-Brücke will eine förmliche Entscheidung am 7. Mai treffen. Endgültig bestimmt eine Mitgliederversammlung am 26. Juni über die Personalien.

Merz wolle nach zehn Jahren erfolgreicher Arbeit in dem Ehrenamt den Vorsitzendenposten in neue Hände geben, hieß es aus Kreisen weiter. Der Verein sei personell und finanziell gut aufgestellt. Es sei als Auszeichnung zu verstehen, wenn sich renommierte Politiker und Fachleute wie Gabriel, Röttgen und Hüther für die transatlantische Arbeit zur Verfügung stellten.

Merz wird nach diesen Informationen den Vorsitz der Stiftung Atlantik-Brücke behalten und als solcher auch weiterhin im Vorstand arbeiten. Die Stiftung soll Forschung und Studienaufenthalte zu den transatlantischen Beziehungen fördern.

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