Monday, 10th December 2018
10 Dezember 2018

Der große deutsche Schauspieler Rolf Hoppe ist gestorben

Schauspieler Rolf Hoppe, bekannt etwa aus dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, ist tot.

  • Er starb am Mittwoch im Alter von 87 Jahren, wie seine Familie bekannt gab.
  • Im oscar-prämierten Film „Mephisto“ verkörperte er Hermann Göring.

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Im Märchenklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ war er der König, im Film „Mephisto“ verkörperte er Hermann Göring: Nun ist Schauspieler Rolf Hoppe mit 87 Jahren gestorben. Er sei am Mittwoch „nach einem erfüllten Leben im Kreise seiner Familie … friedlich entschlafen“, teilte die Familie am Donnerstag über das Hoftheater Dresden mit.

1995 hatte Hoppe – geboren im thüringischen Ellrich – am Rande von Dresden einen Bauernhof gekauft und das Theater gegründet, wie es im Internetauftritt des Hoftheaters heißt.

Zudem trat er in verschiedenen Märchenfilmen auf. So spielte Hoppe den König im Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, der im Weihnachtsfernsehprogramm läuft.

2017 war Hoppe erster Preisträger beim neuen Märchenfilmfestival Fabulix in Annaberg-Buchholz (Sachsen), wo er für sein Lebenswerk geehrt wurde.

Mehr als 400 Film- und Bühnenrollen

Seine „Spielwut“ lebte Hoppe erstmals in einer Laientheatergruppe in seinem Heimatort Ellrich am Südrand des Harzes aus. Damals verdiente sich der Thüringer sein Geld noch als Kutscher und Bäcker. Sein General Göring als Gegenspieler von Klaus Maria Brandauer in István Szabós preisgekrönter Verfilmung von Klaus Manns Roman „Mephisto“ machte ihn 1980 dann international bekannt. Auch als Vater der Pianistin Clara Schumann in der „Frühlingssinfonie“ von Peter Schamoni zeigte Hoppe Weltklasse. Bei den Salzburger Festspielen war er mehrmals der Mammon im „Jedermann“.

Seit 1963 füllte Hoppe mehr als 400 Film- und Bühnenrollen aus und gab im Theater fast allen klassischen und komischen Figuren der Weltliteratur Gestalt.

Der Versuchung, der DDR beim Dreh im Ausland den Rücken zu kehren, erlag er nie. Und er blieb auch im neuen Film-Deutschland begehrt, spielte in „Bronsteins Kinder“, „Schtonk!“ und „Mario und der Zauberer“. Auch im ARD-„Tatort“ war er mehrmals zu sehen.

In gut 50 Jahren Karriere gab es nur zwei weiße Flecken: „Einen Kindermörder würde ich nie spielen“, sagte der Darsteller einst, der lange als „Bösewicht vom Dienst“ galt. Die andere Ausnahme ist eher ungewollt: Eine Liebhaberrolle wurde ihm nie angeboten. „Ein dicker Mann kann doch auch lieb haben.“ Seine Bilanz trübte das aber nicht. „Ich habe ein gutes Leben.“ Angst vor dem Tod hatte er nicht, wünschte sich nur einen erträglichen Übergang. „Wenn es so weit ist, dann ist es so weit.“

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